Greetsiel ist ein Teil der 1972 gegründeten Gemeinde Krummhörn (Verwaltungssitz ist in Pewsum) und kann auf eine ca 600 Jahre alte Geschichte zurückblicken.
Die erste urkundliche Erwähnung Greetsiels geht aus den Briefen Ocko tom Brook (ca. 1388) hervor. Damals lagen unzählige Schiffe im Greetsieler Hafen vor Anker und hatten Zoll zu entrichten.
Unter den Häuptlingen der Cirksena wurde Greetisel von der Domäne Appingen gegründet. Nach kurzer Zeit hatte Appingen enorm an Bedeutung verloren und somit wurde Greetsiel zum Häuptlingssitz.
Die grösste Kutterflotte Ostfrieslands (Bis zu 30 Kutter liegen zeitweilen im Greetsieler Hafen vor Anker) ist im gezeitenunabhängigen Greetsieler Hafen heimisch. Ob Muschelfänger, holländische Tjalken, Segelboote oder Ausflugsdampfer im Greetsieler Hafen tummeln sich die verschiedensten Wassergefährte.
Anfang der 90-ziger Jahre haben Ebbe und Flut in Greetsiel ihren Einfluss verloren, da eine Schleuse an der Leyhörn errichtet worden ist. Viele Schiffe aus dem Binnenland nutzten den Sieldurchlass um ins offene Meer, oder zu den vorgelagerten ostfriesischen Inseln zu gelangen.
Am Fischerhafen findet man in der Sielstrasse einige der ältesten und sehr gut erhaltenen Bürgerhäuser, welche teilweise noch aus dem 18. Jahrhundert stammen. Wer einmal durch Greetsiel gelustwandelt ist, erinnert sich mit Sicherheit an die reich verzeirten Wappen an den Giebelfronten, die Auskunft darüber geben, wann die jeweiligen Häuser enstanden sind und wem sie einmal gehörten.
Das Wahrzeichen von Greetsiel jedoch bilden die von weitem schon erkennbaren und sehr imposant wirkenden Zwillingsmühlen, die ihre Flügel bei leichtem Wind durchaus noch drehen.





