In Ostfriesland lernte man das fernöstliche Heissgetränk durch die Niederländer kennen und lieben. Aber nicht immer konnten die Ostfriesen den Tee frei geniessen. Zur Zeit Friedrich des Großen, so wird überliefert, wurde den Ostfriesen der Teekonsum verboten.
Der Teegenuss in Ostfriesland wurde zur festen Lebensgewohnheit der Menschen. Aber nicht immer konnten die Ostfriesen den Tee frei geniessen. Zur Zeit Friedrich des Großen, so wird überliefert, wurde den Ostfriesen der Teekonsum verboten, um wichtige Gelder im Land verbleiben zu lassen, da der Tee ja importiert wurde. Dies vorhaben scheiterte aber, denn die Ostfriesen brauchten nun mal Ihren Tee.
Die Tradition der Teezeremonie war bereits zu tief in der ostfriesischen Kultur verwurzelt, als dass man den Teetrinkern ihrer Teetied (Teezeit) hätte berauben dürfen. Es wurde sogar vermutet, dass man bei weiterem Verbot Gefahr liefe, dass die Fischer sich in den Niederlanden Arbeit suchen würden.
Damals wurde also der Grundstein dafür gelegt, dass auch heute noch die Teezeremonie ein wesentlicher Bestandteil der ostfriesischen Teekultur ist. "Drei Tassen Tee", wird in Ostfriesland landläufig als Ostfriesenrecht bezeichnet.
Die ostfriesischen Teezeiten (Teetieden) sind früh morgens, bevor es an die Arbeit geht. Vormittags gegen 10:30 Uhr, am Nachmittag um 15 Uhr und natürlich Abends nach 20 Uhr. Aber Teetrinken ist nicht gleich Teetrinken, auf die Art und Weise der Teezubereitung kommt es an: Nicht nur das richtige Wasser, besonders weich sollte es sein, sondern noch wichtiger ist die Wahl der richtigen Teemischung. Nicht in jedem Paket, wo Ostfriesentee drauf steht, ist dieser auch enthalten. Grundsätzlich bekommen Sie die richtige Ostfriesentee-Mischung nur in ostfriesischen Teehäusern; feinster Assam-Tee zusammen mit etwas Darjeeling- und Ceylon Tee in einem immer wieder neu zusammengestellten Verhältnis garantieren eine konstante Qualität.
